Geheimtipp nahe der Grenze:
Hollands Hansestädte

Reiche Geschichte auf dem Rad und auf dem Wasser erleben
In seiner Blütezeit zählte der Hanseverbund etwa 200 Mitglieder in Europa: Allesamt Städte in Küstenregionen oder an bedeutenden Flüssen, denn hier kamen die Händler mit ihren voll beladenen Schiffen vorbei. In Zeiten von Piraterie und Raubüberfällen auf Handelsreisen sorgte der Verbund für Sicherheit und klingelnde Kassen. Auch niederländische Hafenstädte an der IJssel und der einstigen Zuiderzee schlossen sich der Hanse an. Sie wurden zu wohlhabenden Ortschaften mit Handelskontoren, prächtig verzierten Kaufmannshäusern und lebhaften Jahrmärkten. Die neun niederländischen Hansestädte befinden sich kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze. Sie konnten ihren mittelalterlichen Charme bis heute bewahren.


Jede Hansestadt hat ihren ganz eigenen Charme
Heute ziehen die neun Städte zahlreiche Urlauber und Ausflügler an.  Für sie geht es hier an denkmalgeschützten Hausfassanden vorbei, über mittelalterlich anmutende Plätze, durch verwinkelte Gassen und an pittoresken Häfen entlang. Für eine „frische Brise“ sorgen moderne, hippe Geschäfte und eine vielfältige Kulturszene. Harderwijk, Elburg, Hasselt, Kampen, Zwolle, Hattem, Deventer, Zutphen und Doesburg – jede von ihnen hat ihren eigenen Charakter. Kampen gilt zum Beispiel als nautische Hansestadt; dort gibt es mehr als zehn Yachthäfen. Harderwijk gilt dank zwei Sternerestaurants als kulinarische Hansestadt, und Deventer wiederum ist bekannt für die großen Veranstaltungen wie das Theaterschauspiel „Deventer auf Stelzen“ oder das winterliche „Dickens Festival“, bei denen Figuren aus den Romanen von Charles Dickens die Stadt bevölkern.

Hansestädte einfach kombinieren
Die holländischen Hansestädte liegen dicht beieinander und sind seit jeher durch das Wasser miteinander verbunden, so dass man leicht mehrere Städte auf einer Reise besuchen kann. Entweder mit dem Boot, oder auf dem Rad. Ganz besonders reizvoll ist aber die Kombination der beiden Fortbewegungsmittel: Wer „Bike&Boat“ bucht, fährt mit dem Rad von einer Stadt zur nächsten und lässt sich später per Boot gemächlich zurückfahren.

Überall laden Einkaufsstraßen mit nostalgischen Geschäften zum Pausieren ein, bitten Restaurants bei „Hansemenüs“ zu Tisch. Doch jeder Ort hat auch seine ganz eigenen Zeitzeugen. Ob Gasthaus, Stadttor oder Ladenlokal: Überall hat die Hanse-Ära individuelle Spuren hinterlassen. Das merkt auch, wer die regionalen Spezialitäten kostet. Kaffee, Senf oder Fisch, Bonbons, Gewürzkuchen oder Whiskey: Jede Hansestadt schmeckt anders. Damit sind die Mitbringsel für Zuhause auch schon gesetzt.


Radfahren auf der Hanseroute

Zu Hansezeiten folgten Kaufleute dem Lauf der IJssel, um Waren in die weite Welt zu verschiffen. Heute lassen sich Ausflügler vom Fluss und seiner Geschichte zu ausgedehnten Fahrradtouren inspirieren. Auf der sogenannten „Hanseroute“ von Millingen bis Kampen schlängelt sich ein Fahrradweg 135 Kilometer an der ehemaligen Handelsroute entlang. Am IJssel-Ufer laden naturbelassenes Deichland und sechs mittelalterliche Hansestädte zur Verschnaufpause. Hier steigen selbst die Sportlichsten vom Rad, um zwischen mächtigen Stadttoren, prunkvollen Kaufmannshäusern und verwinkelten Gassen Hanseluft zu schnuppern. Zu Pausen verführen außerdem gut gefüllte Picknickkörbe, die einige Gaststätten in Doesburg und Zwolle passierenden Radfahrern anbieten.

Wer die Hanseroute auf mehrere Tage aufteilen möchte, findet in den Städten viele Übernachtungsmöglichkeiten – häufig hinter historischen Mauern. Kürzere Fahrradtouren sind zwischen Kampen und Zwolle (41 Kilometer) sowie Doesburg und Zutphen (25 Kilometer) möglich. Besonders „hanseatisch“ sind hier die Radfahrer unterwegs, die von der einen in die andere Stadt radeln und sich mit dem Pendelboot zurück zum Ausgangspunkt bringen lassen.
» Mehr dazu erfahren Sie hier
Besonders praktisch: Wer kein eigenes Fahrrad hat, findet in den Hansestädten zahlreiche Verleih-Stationen.


Essen und Trinken

Handelsgeist, Offenheit und das Gespür für besondere Produkte verhalfen den niederländischen Hansestädten einst zu Reichtum und Prunk – heute ist diese Mentalität in den vielen authentischen Läden der Städte spürbar. Wo früher mit Salz, Fisch, Getreide und edlen Stoffen gehandelt wurde, können Besucher im hier und jetzt durch pittoreske Einkaufsstraßen flanieren. Fernab der üblichen Warenhausketten finden sich nostalgische Bonbonateliers und Chocolaterien, individuelle Boutiquen und Interieurstudios, Kaffeeröstereien und Galerien. Vor allem Zutphen hat sich als eigenwillige Einkaufsstadt mit vielen originellen Geschäften einen Namen gemacht.
In jeder Stadt bieten Traditionshäuser ihre ganz eigenen Spezialitäten feil. Schon seit über 400 Jahren wird in Deventer beispielsweise ein besonderer Gewürzkuchen gebacken, der „Deventer Koek“. In Zwolle kommen Feinschmecker nicht an den „Zwolse Balletjes“, Bonbons aus braunem Zucker, vorbei. Und in Doesburg lohnt sich ein Besuch der Mosterdfabriek, in der sich alles um die Zubereitung lokaler Senfprodukte dreht. Das Thema Senf findet man auch anderswo in der Stadt wieder: so servieren alle Restaurants eine Senfsuppe und wetteifern um die beste Eigenkreation.

Doch nicht nur die Vielfalt an schönen (und köstlichen) Dingen ist bemerkenswert, sondern auch die historische Kulisse, in der sich die Spezialgeschäfte einfügen. Von jahrhundertealten Giebelhäusern über die schönste Buchhandlung der Niederlande – Waanders in de Broeren in einer Kirche - bis hin zum Secondhandshop in einer ehemaligen Synagoge: Bei einer Shoppingtour durch die Hansestädte treffen historischer Glanz, Kreativität und holländische Geselligkeit aufeinander.
Davon zeugen die Michelin-prämierten Sternelokale(siehe Kasten rechts). Viele andere Restaurants wiederum bieten ein spezielles Hansemenü an, zu erkennen am „Hansesteden“-Schild am Eingang. Regionale Zutaten kommen dabei bevorzugt zum Einsatz. Diese werden im IJsseldelta auf zahlreichen Höfen angebaut und verarbeitet. Jede Hansestadt kennt aber auch ihre ganz eigene lokale Spezialität: in der Senfstadt Doesburg etwa servieren alle Restaurants eine Senfsuppe und wetteifern um die beste Eigenkreation.
Viele Lokale und Cafés sind in geschichtsträchtigen Bauwerken beherbergt, bieten Aussicht aufs Wasser oder säumen die Marktplätze der Hansestädte. Die Hansebrauerei Cambrinus in Zutphen entführt derweil in einen mittelalterlichen Gewölbekeller, und in Zwolle entstehen immer wieder neue Pop-Up-Restaurants an außergewöhnlichen Orten.

Feinschmecker feiern ihre Gaumenfreuden außerdem auf den zahlreichen kulinarischen Veranstaltungen der Region. Ob Schokoladenfestival in Hattem, Bockbiertag in Zutphen oder die Mosterd- und Foodtage in Doesburg: Genuss ist in den Hansestädten an jeder Ecke zu finden.
» Hier eine Übersicht der kulinarischen Adressen in den Hansestädten.



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Anreise

Mit dem Auto erreicht man die Hansestädte vom Ruhrgebiet aus schon innerhalb von 1-2 Stunden. Der größte Abstand befindet sich zwischen den Hansestädten Doesburg en Hasselt. Von Doesburg bis Hasselt sind es ca. 60 Minuten mit dem Auto.

Übernachten

In den Hansestädten finden Sie zahlreiche komfortable Hotels und lauschige Bed & Breakfasts. Besonders außergewöhnliche Unterkünfte sind die sogenannten „Hanzelogies“: » Weitere Infos

Weitere Informationen

www.holland-hanse.de oder per Mailabfrage unter
info@hanzestedenmarketing.nl 
Infostellen pro Hansestadt:
Deventer: +31 (0)570 710120
Doesburg: +31 (0)313 479088
Elburg: +31 (0)525 681341
Harderwijk: +31 (0)341 741018
Hasselt: +31 (0)38 4773209
Hattem: +31 (0)38 4448298
Kampen: +31 (0)38 3322522
Zutphen: +31 (0)575 844538
Zwolle: +31 (0)38 4218815

Sternerestaurants

in den Hansestädten:

De Librije, Zwolle http://www.librije.com/t Nonnetje, Harderwijk http://www.hetnonnetje.nl/Basiliek, Harderwijk http://www.restaurantbasiliek.nlt Schulten Hues, Zutphen http://schultenhues.nl/     

Mit Rad und Schiff ...

 ... durch die Niederländischen Hansestädte 
» Mehr Informationen

Die beliebtesten Routen

Route 1:  Hanseroute entlang der IJssel (Falk IJssel kaart, route LF3)
Wunderschöne Flusslandschaft, Deiche und Hansestädte
Die Hanseroute ist ein 135 km langer Radweg der sieben der neun Hansestädte verbindet.
 
Route 2: Zuiderzeeroute entlang der Randmeren (Falk Flevoland kaart, route LF23)
Entdecken Sie auch die Hansestädte Elburg und Harderwijk. Die schöne Zuiderzeeroute führt entlang den Hansestädten Elburg und Harderwijk und trifft in Kampen auf die Hanseroute, so dass Sie beide Routen kombinieren können. 

Route 3: Kampen-Zwolle Knotenpunkte: 41-42-03-02-16-65-64
Radeln Sie die Hanserunde Kampen-Zwolle und genießen Sie den schönen Anblick der Hansestädte und die wunderschöne Flusslandschaft der IJssel. Die ausgeschilderte Route ist 41 km lang und folgt dem Lauf der IJssel.

Route 4: Route der IJsselbiennale
Die IJsselbiennale findet 2017, vom 14. Juni bis zum 24. September, zum ersten Mal statt. Es ist eine außergewöhnliche Freiluftausstellung mit über 25 Kunstwerken niederländischer und international bekannter Künstler entlang der IJssel. Mit dem Fahrrad kann man ganz entspannt von Kunstwerk zu Kunstwerk radeln und dabei die tolle Umgebung genießen.

» Weitere Infos zu den Hansestädten Routen hier